Programmübersicht 2018

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Der Brünner Prolog

Der Brünner Prolog ist ein Bestandteil des Festivals Mene Tekel, organisiert vom Verein Gedächtnis in Zusammenarbeit mit dem südmährischen Land und Magistrat der Stadt Brünn.

Das Projekt beginnt am 01. Februar um 17.00 Uhr im Kreuzgang des Neuen Rathauses am Dominikaner Platz in Brünn mit der Vernissage zweier Ausstellungen, unter der Obhut vom Brünner Biskup, Mons.Vojtěch Cikrle und dem Vertreter der Konföderation politischer Häftlinge der ČR, Leo Žídek.

Die Ausstellung Sie trotzten dem Übel ist den Lebensbegebenheiten des Dichters Jan Zahradníček und dem Pater Josef Toufar gewidmet, die Ausstellung Sie starben für den Glauben reflektiert das tragische Schicksal der Geistlichen aus Babice, Jan Bula und Václav Drbola, vorgestellt vom Primator der Stadt Brünn Ing. Petr Vokřál und dem Vorstand vom Kolegia Gedächtnis, Miroslav Kasáček.

Die Ausstellung wird für die Öffentlichkeit bis zum 03. März geöffnet sein.

Eine weitere Initiative im Beisein von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens inclusive von Vertretern kirchlicher Organisationen, findet am 23. Februar statt.

Um 11.00 Uhr ist die Gedenkstunde am früheren Hinrichtungsplatz des Gefängnisses in Brünn, Cejl 71. 

Um 12.30 Uhr am Landessitz des Südmährischen Landes, wird früheren politischen Häftlingen und Trägern demokratischer Werte, Dank und Würde ausgedrückt.

 

Samstag, 24. Februar

10.00 Uhr Denkmal der Opfer zur Zeit des Kommunismus, Na Újezdě, Praha 1 

Patron des Tages Ing. František Šedivý, Vorsitzender Stellvertreter KPV ČR

Akt der Pietät zur Verehrung der Opfer zu Zeiten der Totalität. In Zusammenarbeit mit den Vorgesetzten der Hauptstadt Praha, bei dieser Gelegenheit wird das Nebengelände — Die Allee der Opfer zu Zeiten der Totalität — benannt.

 

Sonntag 25. Februar

Patron des Tages František Šedivý, Vorsitzender Stellvertreter KPV ČR

In Zusammenarbeit mit dem Senat des Parlamentes der ČR, der Konföderation politischer Häftlinge der ČR und des Prager Akademischen Klubes 48. 

10.30 Uhr Gedenktafel in der Nerudova Strasse, Praha 1 

Akt der Pietät zum 70. Jahrestag des Gedenkmarsches der Studenten für Freiheit und Demokratie zur Prager Burg am 25. Februar 1948.

 

11.30 Uhr Platz der Prager Burg

Niederlegung eines Blumenstrausses der Einheit zum Denkmal von T. G. Masaryk.

 

19.00 Uhr Theater Vinohrady

Feierliche Übergabe der Preise Dame der tschechischen Kultur und Ritter der tschechischen Kultur.

In Zusammenarbeit mit dem Projekt Mene Tekel übergibt der Kultur Minister, Resort Auszeichnungen — Schöpfern, deren künstlerisches Streben gewaltsam mittels totalitärer Macht unterbrochen wurde, oder sie waren wegen ihrer unzerbrechlichen moralischen Überzeugung verfolgt und ihrer Bürgerrechte und Freiheit beraubt.

Es moderiert Otakar Brousek junior

Mitwirkende: Mischchor Gaudium Praha, gegründet im Jahre 1988 von den Chormeistern Vladislav und Zdena Souček, die diesen Chor seitdem künstlerisch und organisatorisch leiten. Zur Zeit sind es rund 50 Sänger und Sängerinnen.

Drehbuch des Zeremoniales Jan Řeřicha und Daniel Hnát.

Für diesen festlichen Abend ist eine Eintrittskarte nötig.

 

Montag 26. Februar

Patrone des Tages Vlasta Preislerová, Leo Žídek, Vorsitzende Stellvertreter KPV ČR

13.00 Uhr in den Ambiten des Klosters der Jungfrau Maria Schnee, Praha 2, Jungmann Platz

Vernissage des Ausstellungsprojektes für alle Generationen Wege zur Freiheit

Drehbuch und Produktion MgA. Daniela Řeřichová und Mgr. Jan Řeřicha

Kurator Mgr. Michal Kuchta

Es moderiert Debora Štolbová

Ausstellung Die Wege zur Freiheit in den Ambiten des Klosters der Kirche zur Jungfrau Maria Schnee, dauert bis zum 8. März.

Geöffnet täglich 10.00—18.00 Uhr. Eintritt frei

 

15.00 Uhr Kirche der Jungfrau Maria Schnee, Praha 1, Jungmann Platz

Feierlicher Beginn des elften Jahrganges des Festivals.

Durch das Programm begleitet sie Debora Štolbová

und macht Sie bekannt mit Vikar P. Eliáš Tomáš Paseka OFM, Stellvertreterin der Konföderation politischer Häftlinge der ČR Vlasta Preislerová, Jan Wolf, Hauptstadt Prag, Mgr. et Mgr. Andrea Kluknavská, Ph.D., LL.M., Institute nationaler Erinnerungen, Bratislava, Jarosław Szarek, Jarosław Strejczek, Polnischen Republik, Mgr. Zdeněk Hazdra, Ph.D., Direktor des Institutes für Studien totalitärer Regime, ThDr. Petr Jan Vinš, ökumenischen kirchlichen Rat, Mgr. Daniel Herman.

Es folgt die Hymne der früheren politischen Häftlinge mit den Versen von Jiří Herzinger.

Ein Teil des Programmes ist das Kammerorchester klassischer Musik, gespielt vom Trio Cantabile. Mitwirkende: Ludmila Vernerová /Gesang/, Václav Kunt /Flöte/, Hana Müllerová /Harfe/.

  • G. F. Händel — Arie Meine Seele — für Sopran, Flöte und Harfe
  • A. Dvořák — Biblische Gesänge Nr. 10 für Sopran, Flöte und Harfe
  • J. D. Zelenka — Ave Deus für Sopran, Flöte und Harfe
  • J. Massenet — Medidation für Flöte und Harfe
  • A.Vivaldi — Aleluja für Sopran, Flöte und Harfe
  • J. S. Bach — Schweigt ihr Flöten, schweigt ihr Töne — Arie für Sopran, Flöte und Harfe.

17.00 Uhr Refektorium des Klosters bei der Kirche der Jungfrau Marie Schnee, Praha 1, Jungmann Platz

Präsentierung des Buches der Historikerin PhDr. Zora Dvořáková Furchtbarer Juli 1950

Das Buch stellt Ing. František Šedivý vor, Vorstand des Klubes dr. Milada Horáková und Mgr. Zdeněk Hazdra, Ph.D., Direktor des Institutes für totalitäre Regime.

Durch das Programm begleitet Sie Mgr. Filip Novák, Direktor des Gymnasiums Milada Horáková

Die Historikerin und Autorin von Dokumentarliteratur PhDr. Zora Dvořáková widmete sich sieben Jahre umfangreichen Archivmaterialien, die auf den Monsterprozess Horáková und spol. reflektieren. Im Buche mit dem Untertitel Sechunddreissig Teile des Monsterprozesses Milada Horáková und spol./Gesellschaft/ in den Akten der Sicherheit und Justiz, gesehen von Angeklagten und Verurteilten, sammelte sie einen grossen Teil bisher unbekannter Tatsachen über Personen und Tatsachen nicht nur aus den Jahren 1945-1950, doch man bekommt Einsicht in Geschehnisse vom Ende der 1. Republik und der Zeit des Protektorates Böhmen und Mähren.

Die Prozesse sind in einzelnen Kapiteln geschildert, die auf gleiche Weise geordnet sind. Ein jedes Kapitel hat eine innere spezielle Einleitung, die den Leser in die Zeitgeschichte einführt. Es folgt Der Prozess der mit der Anklage beginnt, die Staatssicherheit und Justiz vermittelt dem Leser mit den Protagonisten des Gerichtsfalles, der Tätigkeit der Angeklagten. In Untersuchungshaft bei der Stasi so heisst der nächste Teil, der sich mit Aussagen und Protokollen der Angeklagten befasst, der Leser erkennt Ansichten und Standpunkte der Angeklagten. Hier kann man die Standpunkte der Stasi kennenlernen, so wie sie viele Aktionen leitete und selbst provozierte. Das Ende der Kapitel trägt die Überschrift STRAFE Resultat aller Angeklagten inclusive der jeweiligen Höhe der Strafen. Nach jedem Kapitel sind Randbemerkungen, die hauptsächlich für die professionellen Leser bestimmt sind und informieren Grundelemente. Kodizill hilft zum Nachdenken über diesen fürchterlichen vielsagenden Akt,der die tschechische Gesellschaft in der Hälfte des 20. Jahrhunderts, prägte.

 

Dienstag, dem 27. Februar

Patron des Tages, Leo Žídek, Stellvertreter des Vorstandes der KPV ČR

9.30 Uhr Theater Minor, Praha 1, Vodičkova 6

Programm für Schulen in Zusammenarbeit mit dem Theater Minor

Das war nur ein Witz!

Dieses Theaterprojekt entstand wegen der ständigen und zunehmenden Agression und Schikane in den Schulen. Es handelt sich um eine aktiv interne Vorstellung aufgrund der Technik des Theaters Forum. Der Sinn der Sache ist die Überzeugung der Kinder auf der Bühne, dass sie imstande sind die Vorstellung auf der Bühne als auch im wirklichen Leben, zu ändern. Wo ist die Grenze zwischen Witz, Frechheit und Schikane?

Während der Vorstellung treffen die Kinder Personen, die die Grenzen der Möglichkeiten so lange überschreiten bis etwas geschieht. …

Kinder als Zuschauer spielen sodann diese Person und versuchen den Inhalt des Spieles zu ändern. Auf spielerischer Weise unterscheiden sie Verstecke verschiedener Formen der Gewalt und formen so ihre eigene Einstellung.

Drehbuch: Michaela Váňová, professionelle Zusammenarbeit Martin Sedláček und Ondřej Klíč, Musik Jan Malásek

Es spielen: Barbara Černochová, Marcela Máchová, Gustav Hašek, Michal Šášinka

17.30 Uhr Kino Ponrepo, Bartolomějská 11, Praha 1

Tage für Polen

Unter der Schirmherrschaft von Maciej Ruczaj, Direktor des polnischen Institutes in Praha

Der Tod von Widold Pilecki /Śmirć rotmistr Pilecki, Drehbuch Ryszard Bugajski/

Historisches Lebensdrama, Polen, 2006, 85 Min.
tschechische Titel

Witold Pilecki /gespielt von Marek Probosz/ hat sich im Laufe des 2. Weltkrieges mit einer Serie tapferer Aktionen ausgezeichnet: gleich im September 1939 wurde er Mitglied des Widerstandes und später liess er sich freiwillig in das Massenvernichtungslager, Konzentrationslager Osvetim einsperren. Dank dieser Nachrichten, die er hier niederschrieb, bekamen die Verbindeten überhaupt die ersten Informationen der nazistischen Verbrechen, zu denen es hier gekommen ist. Im Jahre 1943 ist er aus dem Lager geflüchtet, im August 1944 beteiligte er sich beim Warschauer Aufstand. Nach dem Krieg arbeitete er als Agent der polnischen Exil-Regierung und in Polen sammelte er Informationen sowjetischer Verbrechen. Die kommunistische Geheimpolizei hat ihn jedoch entdeckt…

Der Film verfolgt die letzten drei Lebensjahre von Pilecki, Untersuchungshaft, Verhaftung, Gerichtsprozess und Tod im Jahre 1948, umwendent zeigt der Film nicht nur dieses Schicksal aber auch derer die gegen den Nazismus und Kommunismus kämpften.

Vorbereitet in enger Zusammenarbeit mit dem polnischen Institut in Praha.

 

Mittwoch, 28. Februar

Patron des Tages Leo Žídek, Stellvertreter des Vorstandes der KPV ČR

Programm für Schulen in Zusammenarbeit mit dem Theater Minor

9.30 Uhr Theater Minor, Praha 1, Vodičkova 6

Das war nur ein Witz!

Dieses Theaterprojekt entstand wegen der ständigen und zunehmenden Agression und Schikane in den Schulen. Es handelt sich um eine aktiv interne Vorstellung aufgrund der Technik des Theaters Forum. Der Sinn der Sache ist die Überzeugung der Kinder auf der Bühne, dass sie imstande sind die Vorstellung auf der Bühne als auch im wirklichen Leben zu ändern. Wo ist die Grenze zwischen Witz, Frechheit und Schikane?

Während der Vorstellung treffen die Kinder Personen, die die Grenzen der Möglichkeiten so lange überschreiten bis etwas geschieht…….

Kinder als Zuschauer spielen sodann die Person und versuchen den Inhalt des Spieles zu ändern. Auf spielerische Weise unterscheiden sie Verstecke verschiedener Formen der Gewalt und formen so ihre eigene Einstellung.

Drehbuch: Michaela Váňová, Professionelle Zusammenarbeit Martin Sedláček und Ondřej Klíč, Musik Jan Malásek.

Es spielen: Barbara Černochová, Marcela Máchová, Gustav Hašek, Michal Šášinka

17.30 Uhr Kino Ponrepo, Bartolomějská 11, Praha 1 

Unter der Schirmherrschaft von Maciej Ruczaj, Direktor des polnischen Institutes in Praha

Ein Löffel Glück —Lyzeczka zycia, Drehbuch Michal Nekanda -Trepka

Dokument Polen, 2003, 22 Minuten
Tschechische Titel

Irena Sendlerová, Dokumentaristin, Trägerin der Auszeichnung Gerechter unter den Nationen, die während des 2.Weltkrieges die geheime Sektion des Rates Hilfe für Juden Zegota führte. Sie organisierte und teilweise selbst realisierte, die Rettung von mehr als 2.500 Kindern aus dem Warschauer Ghetto. Sie paschte die Kinder auf verschiedene Art und Weise aus dem Ghetto und fand für sie Ersatzfamilien und Verstecke in ganz Polen.

Das Ereignis Irene Sendlers — Historia Ireny Sendlerowej. Drehbuch Andrzej Wolf

Dokument, Polen, 2015, 27 Minuten
tschechische Titel

Aufzeichnungen von Gesprächen zwischen dem Regisseur Andzej Wolf und Irena Sendlerová, am Ende ihres Lebens verzeichnet, erklären ihre Ansichten und Stellungnahme dieser aussergewöhnlichen Frau. „Ich bin keine Heldin, ich habe das getan was mir mein Herz sagte.“ So ihre Worte.

19.00 Uhr

Versteck im Zoo — The Zookeeper´s Wife, Drehbuch Niki Caro

Eine historische dramatische Lebensgeschichte. USA — Tschechische Republik- GrossBrittanien, 2017, 127 Minuten

tschechische Titel

Antonia Zabinska — gespielt von Jessica Chastain — arbeitet im Warschauer Zoo mit ihrem Mann, der ihr Direktor ist. Sie versteht sich mit Tieren besser als mit Menschen, sie fürchtet sich nicht zwischen unruhige Elefanten in den Auslauf zu krabbeln……sie ist aber auch nicht imstande die Geschichtsereignisse aufzuhalten. Am 1. September 1939 greift Deutschland Polen an, bombardiert, zerstört binnen Minuten alles das das Ehepaar Zabinski jahrelang schaffte. Aus dem Zoo ohne Tiere wird ein deutsches Munitionslager und ihre professionellen Kenntnisse können Antonia und Jan /gespielt von Johan Heldenbergh/nur noch zur Zucht von Schweinen nützen. Doch gerade hier liegt der Grundstein zu ihrem riskanten Plan. Die Schweine werden mit Abfallresten aus dem Warschauer Ghetto gefüttert. Und Jan fährt regelmässig mit dem Laster. Zurück fährt er nicht nur Abfallreste, aber auch Menschen, die sie folgend im Garten und auch in der eigenen Villa verstecken.

Vorbereitet in enger Zusammenarbeit mit dem Polnischen Institut in Praha

 

Donnerstag am 1. März

Patron des Tages Leo Žídek, Stellvertreter des Vorstandes der KPV ČR

10.00 Uhr Kino Ponrepo, Bartolomějská 11, Praha 1

Programm für Schulen vorbereitet vom Verband der Töchter der 50. Jahre

Zeugenschaft der Töchter der 50. Jahre

Interaktives Programm des Vereines der Töchter der 50. Jahre, die langzeitig mit dem Verein Storytelling zusammenarbeiten

Eine Inszenation von Erzählungen die auf persönliche Erfahrungen aus der Kindheit reflektiert. Kinder politischer Häftlinge zu Zeiten der kommunistischen Totalität übergeben autentische Zeugenschaft von Persekution ganzer Familien von Verurteilten. Die Vorstellung begleiten visuelle Bilder über den Bildschirm, auch persönliche Aussagen von Mitgliedern des Vereines der Töchter der 50. Jahre und bietet die einzigartige Möglichkeit direkten Kontaktes mit den Zeitzeugen.

Töchter unter der Haube

Begebenheiten der Töchter aus Zeiten ihres Erwachsens, die ersten Kontakte mit jungen Burschen waren nicht nur mit normalen Liebeleien, Traditionen der Zeit, Scham und Unwissenheit verbunden. Das Hauptmerkmal der Töchter waren Bedenken, ja Befürchtungen wie verkraftet der junge Mann, seine Familie, die Tatsache, dass das junge Mädchen ihren Vater für Jahre im Gefängnis hat, dass die Mutter des Mädchens die Ernährerin der Familie ist.

Zum Schluss dieses Programmes freuen wir uns auf Ihre Fragen.

 

17.30 Uhr Kino Ponrepo, Bartolomějská 11, Praha 1

Historische Meilensteine der Tschechoslovakischen Republik

Dokumente aus der Sammlung des nationalen Filmarchives und des Institutes für militärische Historie zeigen die Entwicklung der Legien, die Entstehung des tschechoslovakischen Staates, die Zeit des Protektorates Böhmen und Mähren, Exil Regierungen, des westlichen- und östlichen Widerstandes, die Befreiung, die Folgen tragischer Ereignisse nach dem totalitären kommunistischen Umsturz und tragischen 50.Jahren mit dem Übergang zu den 60.Jahren der politischen leichten Entspannung

 

Freitag, 2. März

Patron des Tages Vlasta Preislerová, Ing. František Šedivý, Leo Žídek, Stellvertreter des Vorstandes der KPV ČR.

14.00 Uhr Hauptsaal des Senates des Parlamentes der CR, Valdštejnské náměstí, Praha 1

unter der Schirmherrschaft des Senates des Parlamentes der CR Jaroslav Kubera

Internationale Konferenz „Der Nachlass der Helden: Tschechen und Polen im gemeinsamen Kampf gegen den Nationalismus und Kommunismus.“

Es moderiert Senator PhDr. Tomáš Grulich

Programm:

1. Teil — persönliche Zeugenschaft und historische Analyse

II. Teil Gemeinsamer Weg des tschechoslovakischen und polnischen Widerstandes

III. Teil — Gesellschaftliches Treffen mit einem Glas Wein

 

Samstag 3. März

Patronaten des Tages Ing. František Šedivý, Leo Žídek, Stellvertreter des Vorstandes der KPV ČR

14.00 Uhr Schwurgerichtssaal des Obergerichtshofes Pankrác, Praha 4 

Unter der Schirmherrschaft von JUDr. Jaroslav Bureš, Vorsitzendem des Obergerichtshofes in Prag und des General Direktors der Gefängnisdienste der ČR, Generalmajor PhDr. Petr Dohnal.

Rekonstruierung politischer Prozesse „Kučera und Ges.“

Lebensgeschichte des Generalleutnantes Tomáš Sedláček

Das Schluss Seminar der Studenten der juristischen Fakultät der Karls-Universität in fachmännischer Gestion des Dechants der Jura Fakultät der Karls-Uni, Professor JUDr. Jan Kuklík.

Drehbuch und Regie Mgr. Jan Řeřicha.

Professionelle Zusammenarbeit PhDr. Alena Šimánková, PhDr. Aleš Kýr und Alena Kafková.

Im Rahmen der Rekonstruktion wurden mit Bewilligung des Autoren, des Historikers Jiří Plachý, Ausschnitte aus dem Buche der Erinnerung von Gen. T. Sedláček „Vydržet“ =Aushalten!, benützt.

Armee General Ing. Tomáš Sedláček /8. Januar 1918 Wien — 27.August 2012 Praha/

Tomáš Sedláček wurde in eine Offiziersfamilie geboren, erhielt im Sokol Verein seine Bereitschaft, sein Abitur legte er an der Realschule ab und begann sich auf den Beruf beim Militär vorzubereiten.
Er rekrutierte zuerst zur Artillerie und im Jahre 1937 ist er in die Militär-Akademie in Hranice angetreten.
Im Jahre 1940 über den sogenannten Balkan Weg weiter nach Frankreich und im Frühjahr wurde er zu der 1. tschechoslovakischen Infanterie in Frankreich zugeteilt.
Nach der Niederlage Frankreichs wurde er auf dramatische Weise nach Gross-Brittanien evakuiert. Dort ist er in die tschechoslovakische gemischte Brigade eingetreten, absolvierte eine Reihe militärischer Kurse inclusive Fallschirmausbildung.
Im Jahre 1944 wurde er zu jenen Offizieren überwiesen, die in die Sowjetunion versetzt wurden, dort wurde er Mitglied der 2. tschechoslovakischen Fallschirm Brigade. Die Formation kämpfte in den Karpaten und bald wurde er in der Slovakei abgesetzt um dem slovakischen Nationalaufstand zu helfen. Nach der Niederlage des Aufstandes kämpfte Sedláček mit dem Rest der Brigade in der Gegend der Niedrigen Tatra, im Februar überquerte er mit dem Rest der Überlebenden die Front.
Nach der Befreieung der Tschechoslovakei wurde er zum Major befördert, absolvierte die Militär Hochschule in Praha. Dann wurde er zum Vorstand der operativen Abteilung der 11.Infanterie Divission in Pilsen /Sommer 1948/. Vom Jahre 1949 unterrichtete er an der Hohen Militärischen Lehranstalt in Praha.
Am 21. Februar 1951 wurde er inhaftiert, seine Unterschrift war durch Quälereien erzwungen /Praha Hradčany — DOMEČEK — Haus des Schreckens/, verurteilt im konstruktiven Prozess wegen sogenanntem Staatsverrat und Spionage. Er wurde inhaftiert in Valdice, Mírov, Leopoldov und im Lager Bytíz in Uranschächten bei Příbram. Entlassen wurde er am 11. Mai 1960, dann arbeitete er als Lagermeister bei den Prager Baubetrieben.
Nach November 1989 wurde er rehabiliert. Er wurde zum Vorstand der tschechoslovakischen Legionäre, half bei der Entstehung der Konföderation politischer Häftlinge, arbeitete in der Hauptrehabilitierungs Kommission MNO. Im Jahre 1999 wurde er zum Generalleutnant befördert, am 14. November 2008 dann zur höchsten militärischen Auszeichnung, zum Armee General.

Studenten und Absolventen der Jura Fakultät zittieren und immitieren historische Personen laut stenographischen Archiv Aufzeichnungen.

Karls Universität:

 

16.30 Uhr Vestibül des Gefängnisses Pankrác

Ein Akt der Pietät bei der Gedenktafel für Opfer der nazistischen und kommunistischen Totalität

 

Sonntag, am 4. März

Patronaten des Tages Vlasta Preislerová, Leo Žídek, Ing. František Šedivý, Stellvertreter des Vorgesetzten der KPV ČR

14.00 Uhr Kathedrale des Hl. Vitus, Hl. Wenzel, Hl. Wojtech, Prager Burg

Traditionelle Beendigung des Festivals Mene Tekel — ökumenischer Gottesdienst für hingerichtete, gefolterte und verstorbene politische Häftlinge.

Vorbereitet in Zusammenarbeit mit dem prager Erzbischofstum, dem ökumenischen kirchlichen Rat und der Konföderation der politischen Häftlinge der CR.

Den Vorsitz des Gottesdienstes leitet der prager Erzbischof Dominik Kardinal Duka, OP.

Es singt der Gemischte Sängerchor ČVUT, Chor der Kathedrale und Solisten.

Die Liturgie des Gottesdienstes wurde vom Zeremoniar, Diagon Mgr. Vojtěch Mátl vorbereitet.

Musikalische Dramaturgie MgA. Josef Kšica und MgA. Jan Steyer.

Drehbuch und szenerische Zusammenarbeit Mgr. Jan Řeřicha.

 

Die Ausstellung Wege zur Freiheit in den Ambiten des Klosters und Kirche der Jungfrau Maria Schnee ist bis zum 8.März geöffnet. Öffnungszeiten täglich von 10.00 — 18.00 Uhr.

Eintritt frei.

(Hana Truncová — Übersetzung)