Das Programm des VI. Internationalen Festivals Mene Tekel 2012
Die Vernisage des Projektes „Wege zur Freiheit“. Unter Schirmherrschaft des Rektors der UK Prof. Václav Hampl, DrSc, und Verteidigungsminister Alexandr Vondra.
Es moderiert Debora Štolbová.
Regie und Produktion der Ausstellung MgA. Daniela und Mgr. Jan Řeřicha, Kurator Mgr. Michal Kuchta.
Der Hauptteil der Ausstellung „Persekution der Tschechoslovakischen Armee — ihrer Soldaten — nach Februar 1948“, vorbereitet vom Militärischen Historischen Institut Prag. Die Autoren sind PhDr. Ivo Pejčoch und PhDr. Prokop Tomek. Fotos vom Militärischen Historischen Institut Prag, Archiv der Sicherheitskräfte, Nationalarchiv.
Der weitere Teil des Projektes ist die Ausstellung „Žatec im III. Widerstand. Die Widerstandsbewegung Praha — Žatec“, vorbereitet vom Institut zum Studium totalitärer Regime in Zusammenarbeit mit dem Regionalmuseum K. A. Polánka in Žatec. Die Ausstellung bearbeiteten Mgr. Jiří Kopica, Mgr. Petr Mallota, Bc. Anna Macourková, PhDr. Jiří Matyáš, PhDr. Jaroslav Rokoský, Ph.D., Mgr. Libor Svoboda, Ph.D., PhDr. Lubor Václavů, doc. PhDr. Václav Veber, CSc. Fotos und Bilddokumentation: Archiv der Sicherheitskräfte, Nationalarchiv, Staats-Kreisarchiv Pardubice, Zentrales Staatsarchiv Pardubice, Zentrales Militärarchiv.
Als außergewöhnlich gilt die Ausstellung „Verlorenes Leben — Österreicherinnen im sowjetischen Gulag“, suggestives Suchen nach den Schicksalen von Frauen, die zum Opfer des totalitären sowjetischen Systems wurden. Das Ziel des Projektes der Historikerin Anita Lackenberger ist das Bestreben, Frauen aus Österreich in das Bewußtsein der Europäer zurückzubringen, die als Opfer des stalinistischen Systems um ihr Leben kamen oder sie mußten ihre besten Jahre in Gefängnissen und Arbeitslagern verbringen. Das betrifft die Zeitspanne zwischen 1920—1950. Ein selbständiges Kapitel zeigt die Nachkriegsgeschichte Österreichs, eines geteilten Landes in Okupationszonen. In der sowjetischen Okupationszone wurden Frauen ohne Gerichtsverhandlung hingerichtet, entführt und verschleppt in die SSSR, wo sie als „lebendige Kriegsreparation“ in Arbeitslagern in Gulags dienten. Viele von ihnen sind nie wieder nachhause gekommen — sind in nicht vorstellbaren Zuständen weit von daheim verstorben. Frauen, die überlebten, kamen krank und zerbrochen zurück. Zur Ausstellung gehört die Projektion des Filmes „Gulag-Frauen“ (Frauen im Gulag) nach dem Drehbuch von Anita Lackenberger in Zusammenarbeit mit dem Kameramann Gerhard Mader.
Ein dramatisches Objekt ist die Ausstellung „Unerschütterliche Tapferkeit“, vorbereitet in Zusammenarbeit mit der unabhängigen globalen Fernsehstation NTD TV.
Der persönliche Teil des Projektes zwischen Generationen ist die Fotoausstellung von Jiří Doležal „Spuren der Erinnerung“, eine Passage vom langjährrigen historisch künstlerischen wissenschaftlichen Programm aus der Region von Olomouc. Es ist sein Bestreben, audiovisuelle und Foto-dokumentaristische Sammlungen von bedeutenden Persönlichkeiten aus der Gegend von Olomouc zu schaffen, von Veteranen des 2. Weltkrieges, Opfern des Holocaust, politischen Häftlingen aus dem kommunistischen Regime, Angehörigen des Dissidents.
Der Ausstellungsblock „Stilles Zeugnis“korrespondiert mit der Ausstellung, die Daniela Řeřichová aus privaten Archiven und Sammlungen politischer Häftlinge vorbereitet hat. Hier sind autentische Gegenstände präsentiert, Handarbeiten von Häftlingen, Geschenke, zum Beispiel für ihre Freunde, Reliquien für geheime Gottesdienste im Gefängnis, Steckbriefe, Briefe, Dokumente, die der frühere Häftling Jan Janků, Träger des Tomas Garrigue Masaryk Ordens II. Klasse für hervorragende Verdienste der Demokratie und Menschenrechte und der höchsten ungarischen Auszeichnung Goldenes Kreuz für Verdienste dieser Ausstellung geliehen hat. Ein interessanter Beitrag ist der patriotischen Familie des Akademischen Malers Otakar Číla gewidmet, deren Persönlichkeiten, und dem Legionär Otakar Číla, dem aktiven Kämpfer des II. und III. Widerstandes, der in dem konstruierten Prozess gemeinsam mit seinem Sohn Vratislav Číla, vor Gericht standen, zu zwanzig Jahren Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Sein Bruder, der legendäre General Antonín Mikuláš Číla, Träger einiger Medaillen und Verdienste. Die Ausstellung entstand Dank Frau Blanka Čílová, der Vorsitzenden von KPV Nová Paka.
Die traditionelle selbständige Ausstellung gehört ausgewählten Kindern aus Grund-Kunstschulen, ihren Arbeiten im Rahmen des Wettbewerbes „Wege zur Freiheit“. Die Mitarbeiter sind: Josef Kobra Kučera, Ivana Rakoušová, Miroslav Lédl, Daniela Řeřichová und Pädagogen der Kunsterziehung in der Kategorie freie Gestaltung.
Die Ausstellung der Bürgervereinigung Die Vergessenen, benannt „Spuren der Totalität“. Das Projekt spricht junge Menschen im Alter von 12—18 Jahren an, selbständig, aktiv, Zeitzeugen zu finden, aus der Zeit 1945 bis zum Jahre 1965, ihre Erinnerungen aufzeichnen, Fotos und Dokumente zu retten, mit der jetzigen Presse und dem Archiv vergleichen. Es handelt sich um ein selbständiges mehrfach mediales Projekt, das jegliche erprobte, erfolgreiche Methoden laut Verschwundene Nachbarn nützt. Schüler und Studenten berühren lebendige Geschichte, ganz nahe erkennen sie wie der Mechanismus der Macht Menschenleben ändert, indem sie mittels interview mit Zeitzeugen, Studien regionaler Archive, regionale Presse im Verglech zu Archivdokumenten vergleichen.
Im Rahmen der Vernisage wird das Buch von Martin Tichý „Sie nannten ihn Der Alte“ getauft. Das Buch wurde vom Institut für Studien Totalitärer Regime herausgegeben, der Autor ist ein junger Historiker, der sich mit der tschechoslovakischen Geschichte der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts befasst. Der dramatische Inhalt des Buches verfolgt Oponenten des kommunistischen Regimes der Gruppe Bayer und Ges., sucht Gründe und Motive, die zu jener Zeit gegen das KSC Regime arbeiteten. Der Autor versucht das Problem objektiv zu sehen, das in jetziger Zeit oftmals zum Gegenstand emotionaler Diskussionen ist.
Zum Schluß des feierlichen Programmes werden Preise des Kunstwettbewerbes „Wege zur Freiheit“übergeben — unter dem Patronat des Stadtrates der Hauptstadt Prag, Ing. Václav Novotný.
Zu diesem Projekt zwischen Generationen „Der Weg zur Freiheit“ gehört der Dokumentarfilm des Tschechischen Fernsehns zum Thema:
Zum Ausstellungsprojekt „Verlorene Leben — Frauen im sowjetischen Gulag“ ist eine Dokumentaraufzeichnung „Gulag-Frauen“ ein suggestives Zeugnis, das an Ort und Stelle des ursprünglichen Gulag gedreht wurde, heute Museum Perm 36 — die einzige Gedenkstätte politischer Represalien in der früheren Sowjetunion.
Die Ausstellung ist für die Öffentlichkeit bis zum 2. 3. 2012 geöffnet.
Eine Medidation zum Festival: die Vorsitzende der Konföderation Politischer Häftlinge CR MUDr. Naděžda Kavalírová, Primator der Hauptstadt Praha MUDr. Bohuslav Svoboda, Präsident von INTER-ASSO Jure Knezovič, Ing. Daniel Fajfr, Vertreter des Ekumenischen Rates der Kirchen der ČR, Direktor von Mene Tekel Mgr. Jan Řeřicha, es moderiert Direktor ÚSTR ČR Mgr. Daniel Herman.
Zum Programm gehört das Kammerkonzert gespielt vom Trio Cantabile. Trio Cantabile, entstand im Jahre 1985 in Prag, es ist ein sehr interessantes Ensemble mit seltenen Instrumenten: es verbindet Gesang mit lieblichen silbernen Tönen der Flöte, mit leicht farbigen Harmonien der Harfe. Ludmila Vernerová (Sopran), Václav Kunt (Flöte), Lydie Härtelová (Harfe). Sie hören: G. F. Telemann — Arie „Ich hebe meine Augen auf“, F. Benda — Sonate F-dur, Flöte und Harfe, A. Dvořák — Biblische Lieder Nr. 4, 5 und 9, M. Ravel — Kaddish Flöte und Harfe, W. A. Mozart — Laudate Dominum.
Vernisage der Ausstellung „Für die Freiheit Chinas“.
Eine Ausstellung jetziger chinesischer Künstler, die politische Verfolgungen und praktizierende Lehre freien Willens Falon Gong dokumentieren. (Die Ausstellung ist bis zum 2. 3. 2012.)
Eröffnung der Besichtigung unserer und ausländischer Kunst — und Dokumentarfilme aus der Zeit der Totalität oder reflektierend auf die Totalität und Gewalt.
Einleitung vom Lektor: PhDr. Jiří Novotný, National-Filmarchiv
Einleitung der Musikübersicht „Mit Rockmusik gegen Totalität“ — Kapellen: Garage + Uširváč (Musik Praha), Jasná páka revival.
Vor Beginn des Konzertes ein musikalischer Videoclip zum Thema, mit Kommentar des Moderators von Mene Tekel.
Konferenz um Thema „Die Armee in der Totalität“ — moderiert vom Historiker, Senator ČR PhDr. Tomáš Grulich.
PhDr. Ivo Pejčoch vom Militärischen Historischen Institut Prag, leitet den fachmännischen Teil dieser Konferenz. Als Autor von vielen Büchern, Literatur des Factes, zeigt ein Propagandadokument, einen Film vom Warschauer Pakt aus dem Jahre 1984 „Der Pakt zur Abwehr“. Im Namen Internationaler Assotiation früherer politischer Häftlinge spricht Präsident von INTER-ASSO Jure Knezovič, mit einem grundsätzlichen Beitrag hören wir JUDr. Jan Strnadel, leitender Sekretär der Internationalen Konferenz Militärischer Zwangsarbeitslager (früherer Ostblockstaaten — Warschauer Pakt) und Jiří Růžička, Stellvertreter des Verbandes PTP ČR, militärischer Zwangsarbeitslager.
Der zweite Teil sind Gespräche mit Repräsentanten der Armee, des Sportes.
Vorrangig für Schulen.
Eine Übersicht von unseren und ausländischen Kunst- und Doku- Filmen aus der Zeit der Totalität oder reflektierend auf die Totalität und Gewalt.
Einleitung des Lektors: PhDr. Václav Šmidrkal, Militärisches Historisches Institut
Ein literarisch musikalischer Abend zu Ehren politischer Häftlinge. Szenario und Regie Daniela Řeřichová.
Eine Aussage der russischen Dichterin Irina Ratušinská, die im Jahre 1982 als Achtundzwanzigjährige festgenommen wurde wegen Produktion und Distribution antisowjetischer Poesie, verurteilt zu sieben Jahren Zwangsarbeiten mit verschärftem Regime und zu fünf Jahren Verbannung nach Sibirien. Ratušinská beschreibt in ihrer Autobiographie im Dokument Grau ist die Farbe der Hoffnung, ähnlich wie Solženicyn in seinem Epos Inselgruppe Gulag, die grausame Realität des Lebens in sowjetischen kommunistischen Konzentrationslagern, die zum Synonym politischer und menschlicher Anklagen totalitärer Regime wurden.
Das Buch des Kubanischen Dichters Raúl River Beweise der Verbindung ist eine autentische Aussage von Verbrechen gegen Menschenrechte am Rande des 21. Jahrhunderts. Autor und früherer Direktor der unabhängigen Presseagentur Cuba Press und Vizepräsident der Freien Presse wurde im Jahre 2003 im konstruierten Prozeß zu zwanzig Jahren verurteilt in eines der schwersten Gefängnisse Canaleta. Das Buch ist eine Sammlung rauher Reportagen und Feuilletons, Schicksale einfacher Menschen von Castro Repräsalien verfolgt.
Literarische Ausschnitte zeigen Schauspieler jüngster Generation Evženie Nízká und Justin Svoboda. Prof. Štěpán Rak, Virtuose im Gitarrespiel, spielt auf der Steinernen Gitarre aus der Werkstatt des Bildhauers Jan J. Řeřicha.
Musikschau: „Mit Rock Musik gegen Totalität“ — Kapelle POLETÍME?
Vor Beginn des Konzertes ein musikalischer Videoclip mit dem Kommentar des Moderators vom Festival Mene Tekel.
Durch das Programm begleitet der Historiker und Senator PhDr. Tomáš Grulich.
Das Treffen mit dem früheren politischen Häftling Jan Janků, Träger des Ordens Tomáš Garrigue Masaryk II. Grades für ausgezeichnete Verdienste der Entwicklung der Demokratie und Menschenrechte, der höchsten ungarischen Auszeichnung, dem Goldenen Kreuz für Verdienste.
Zum Programm gehört die Projektion des Doku Filmes „Im Banne des Eisernen Vorhangs“, den Teil „Fotos aus der Hölle“begleitet Jaroslav Hutka, gedreht vom Tschechischen Fernsehn, Studio Ostrava.
Vorrangig für Schulen.
Eine Präsentation unserer und ausländischer Kunst-und Dokumentarfilme aus der Zeit der Totalität oder reflektierend auf die Totalität und Gewalt.
Die feierliche Eröffnung der Ausstellung „Kollektivierung in Bildern“ist unter Schirmherrschaft der Botschafterin von Rumänien J. E. Daniele Gitman, vorbereitet vom Rumänischen Kultur Institut und dem Nationalen Landwirtschaftsmuseum in Prag.
Der nächste Teil des Tages von Rumänien zeigt den repräsentativen Film Eiche, dazu ein fachmännischer Bericht vom Lektor Mircea Dan Duta, Ph.D., dem Direktor des Rumänischen Kulturinstitutes.
Lucian Pintilie / Die Eiche — Balanta/Rumänien 1992, es spielen: Maia Morgenstern, Razvan Vasilescu, Victor Rebengiuc, Dorel Visan
Musikschau „Mit Rockmusik gegen Totalität“ — Kapelle Visací zámek
Vor Beginn des Konzertes Projektion eines thematischen musikalischen Videoklip mit dem Kommentar des Moderators vom Festival Mene Tekel.
In Mitarbeit der Bürgervereinigung Politischer Häftlinge.cz und Studenten der Höheren Fachschule für Publizismus in Prag.
Es moderiert Mgr. Tomáš Bouška, Mitglied der Tschechischen Assoziation der Oral-Historie und Vorstand der Bürgervereinigung Politische Häftlinge.cz.
Im Programm sehen wir die Hauptperson des Filmdokumentes, Frau Karla Charvátová, die sich der Diskussion beteiligt.
Vorrangig für Schulen.
Im Jahre 1999 begann das kommunistische chinesische Regime eine gezielte Kampagne die spirituale Praxis Falun Gong zu vernichten. Zehn Jahre später hat diese Kampagne Millionen von Menschen am Gewissen, durch Folterung vernichtet, gemartert durch politische Mittel und scheinbar mit der schrecklichen Praxis inhaftierten Menschen Organe zu entnehmen. Von da an sind Nachfolger Falun Gong schrecklichen Verfolgungen ausgeliefert, gleichzeitig entstand eine globale Bewegung zur Beendigung der Verfolgung.
Unser Ehrengast ist die chinesische Gefangene ihres Gewissens Frau Lu Š-pching. Eine Pharmazeutische Managerin, geboren im Jahre 1957, verhaftet 1999 mit ihrer Schwester und mit ihrem Freund, unglaublicher weise gefoltert, so wie Tausende andere. Nach der Entlassung auf Kaution praktizierte sie wiederum Falun Gong, sie wurde verschleppt und verurteilt auf mehrere Jahre Zwangsarbeit in Wanjie. In der Zelle 2.5 mal 1.5 war sie an einen eisernen Sessel gefoltert, gehängt, bekam Elektroschocks, ohne Nahrung und Getränke, ohne Hygiene. Entlassen auf Kaution im Jahre 2003, arbeitslos und war gezwungen ihre Heimatstadt zu verlassen. Später ist sie nach Finnland emigriert, wo sie bis heute lebt und gibt Zeugnis von den Grauentaten der jetzigen chinesischen Diktatur.
Zu diesem Abendprogramm gehört der Dokumentarfilm „Zehn Jahre Tapferkeit“ vier Momente, die das Antlitz von China änderten: 13. Mai 1992, an diesem Tage wurde zum ersten Male Falun Gong unterrichtet — 10 000 praktizierende Falun Gong vor dem Nationalausschuß zur Widerrufung in Peking (25. April 1999), 10. Juni 1999 entstand das geheime chinesische Polizeiamt, das Falun Gong vernichten soll — und schließlich 20. Juli 1999 als die Verhaftungen rundum Falun Gong begannen und die ganze Kampagne soll diese Tradition vernichten.
Das Programm moderiert Jakub Šmíd, Mitglied des Presse Syndikats und Redakteur des Internet Portales „Große Epoche“.
Eine Übersicht unserer und ausländischer Kunst- und Dokumentarfilme aus der Zeit der Totalität oder reflektierend auf Totalität und Gewalt.
Eine Musik Show „Mit Rock Musik gegen Totalität“ — Kapelle QUEENIE — QUEEN Revival — Wiederbelebung
Vor dem Konzert ein Videoclip zum Thema, mit dem Kommentar des Moderators des Festivals Mene Tekel.
Die Bürgervereinigung Dcery — Töchter trifft sich mit Schülern aus höheren Schulklassen mit der Botschaft „Kommt mit uns, wir suchen und entdecken Helden“. Im Rahmen des Programmes ist der Dokumentarfilm vom Schicksal des Fliegers der Royal Air Force — RAF — Filmepisode, das Leben von Frau Havlůjová, Vorlesungen aus Büchern „Jagdflieger von Trable One“ — eine Rundfunkaufnahme von Vorlesungen eines Fliegers von RAF „Gute Soldaten sind gefallen…“ auch aus dem Buche „Der Weg nach Nordwest“ — persönliche Erinnerungen mit Fotos und Archiv Aufzeichnungen. Die Einladung zur Dramaturgie des Tages akzeptierten: Miluška Havlůjová, PhDr. Olga Bezděková, ing. Jiřina Hájíčková, Marie Hrubá mit ihren Töchtern Eva Malá und Marie Vrátná, Ludmila Zouharová Švédová und Dozent PhDr. Ľudovit Petruško, Ph.D. Das rege Programm unter Regie von Zuzana Vittvarová moderiert Mgr. Jana Pellarová.
Vorrangig für Schulen.
Aus Pietät — Ein Treffen beim Denkmal der Opfer des Komunismus.
Eine Schau unserer und ausländischer Kunst-und Dokumentarfilme aus der Zeit der Totalität oder reflektierend auf Totalität.
Das Programm widmet sich der außergewöhnlichen Gestaltung der Historikerin und Regisseurin Anita Lackenberger (geb. 1961) der europäisch anerkannten forschenden Persönlichkeit, die sich vor allen Dingen mit politischen Verfolgungen befasst. Die Autorin stellt mit ihrem Mitarbeiter, dem Kamerann Gustav Mader, den Film „Verlorene Leben — Frauen im sowjetischen Gulag“, vor. Das Zeugnis wurde suggestiv an Ort und Stelle des ursprünglichen Gulag, gedreht, heute die einzige Gedenkstätte politischer Repressalien in der früheren Sowjetunion.
Frauen verließen Österreich und gingen in die SSSR in den dreißiger und vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts nach dem Bürgerkrieg von Österreich. Es waren vor allen Dingen überzeugte Kommunistinnen oder Ehefrauen von Kommunisten. Im Jahre 1937 erwischte sie die große stalinistische Säuberung und viele von ihnen kamen in Zwangsarbeitslager — in Gulags. Der Rest österreichischer Frauen, die in der SSSR lebten, kamen in Gulags im Jahre 1941, nach dem Überfall von der Sowjetunion. Ein Kapitel für sich ist die Nachkriegsgeschichte Österreichs, das in einige Okupationszonen gegliedert war. In der sowjetischen Zone wurden Frauen ohne Gericht hingerichtet, entführt und verschleppt in die SSSR, wo sie als „lebende Kriesreparationen“ bei Zwangsarbeiten im Gulag dienten. Viele sind niemals nachhause zurückgekommen — sind in unvorstellbaren Zuständen weit von daheim verstorben.
Der zweite Film über Totalität ist ein Dokument aus dem jetzigen Afrika „Herrscherin der Wüste“.
Wer sind eigentlich Saharawi? Eine vergessene Nation, besonders Frauen und Kinder die in der Wüste leben — im Niemandsland, trotlz aller Schicksalschläge, von einer rießigen Sehnsucht zum Überleben getrieben, dabei suchen sie ständig neue Formen zum Überleben. Dabei verlieren sie aber keinesfalls den großen Traum eines eigenen Landes — einer Heimat. Die Wege zur Annäherung dieser Träume — Ziele, sind bei den einzelnen Protagonistinnen des Filmes ganz verschieden, so wie ihre einzelnen Lebensschicksale. Viele von ihnen — besonders die älteren Frauen — erlebten Schrecken des Krieges am eigenen Leibe. Sie wurden verbrannt, gefoltert und vergewaltigt. Trotl aller dieser Schrecken übergeben sie ihre Erfahrungen, die Kultur und ihren Willen ihrer Ahnen — die Sehnsucht zum Überleben der neuen Saharawi Generation. Während ihre Männer in der ganzen Welt politische und finanzielle Hilfe suchen, versuchen die Frauen das Leben des Alltags in Flüchtlingslagern zu meistern — ein Leben voller Entbehrungen. Und trotzdem überleben sie schon über dreißig Jahre, schaffen den Alltag, wo täglich unvorstellbare Gefahren lauern, verlieren ihre Hoffnung nicht, daß sie eines Tages nachhause zurückkommen. Das Leben steht dafür.
Die Musikshow „Mit Rock Musik gegen Totalität“ — Kapelle PINK FLOYD revival Czech + DISTANT BELLS
Vor Beginn der Konzerte ein musikalischer Videoclip zumThema, kommentiert vom Moderator des Festivals Mene Tekel.
Ein Treffen bei der Gedenktafel des Senates der ČR, veranstaltet vom Stellvertreter des Vorgesetzten des Senates PČR MUDr. Přemysl Sobotka und des Prager Akademischen Clubs-48 bei der Gelegenheit des 64. Jahrestages des Studentenmarsches für Freiheit und Demokratie zur Prager Burg am 25. Februar 1948.
Eine Rekonstruktion des politischen Prozesses der fünfziger Jahre mit dem Oberst der Fliegereinheit Josef Bryks, Kriegsfieger der Roayl Air Force (RAF).
Schon zum vierten Male entsteht eine Rekonstruktion im Rahmen des nicht traditionellen Programmes der Jura Fakultät UK in Prag, in Zusammenarbeit mit Prof. JUDr. Jan Kuklík, Studenten der Jura UK Prag und dem Direktor des Projektes Mene Tekel Mgr. Jan Řeřicha.
Major (Brigadegeneral in memoriam) Josef Bryks (1916—1957) zur Zeit der Okupation half er tschechoslovakischen Piloten zur Flucht nach Polen und im Jahre 1940 ist er selbst ins Ausland geflüchtet. Er diente beim Jagdgeschwader RAF — Roayl Air Force. Im Jahre 1941 wurde er abgeschossen, versuchte einige Male aus deutschen Gefangenenlagern zu flüchten. Für seine tapferen Taten wurde er mit dem Britischen Orden des Imperiums (Member of the Order of the British Empire, MBE) ausgezeichnet. Außerdem erhielt er das Tschechoslovakische Kriegs Kreuz (dreimal nacheinander), die Tschechoslovakische Medaille für Tapferkeit (zweimal), Tschechoslovakische Medaille für Verdienste I. Grades, Gedenk Medaille der tschechoslovakischen Auslandsarmee (mit dem Etikett F und VB), die britische 1939—1945 Star, Air Crew Europe Star, Kriegsmedaille.
Nach dem Februar Putsch wurde Major Bryks außer Dienst gestellt, verhaftet, im konstruierten Prozess zu zehn Jahren schweren Kerkers verurteilt. Es folgten die Gefängnisse Bory, Mladá Boleslav, Opava, Leopoldov, Jáchymov. Hier ist Josef Bryks nach einem erweiterten Herzinfarkt verstorben, in der Nacht vom 11. zum 12. August 1957, er war gerade 41 Jahre alt gewesen. Am 28. Oktober 2006 erhielt er in memoriam die Verleihung des Ordens Weißer Löwe der Militärgruppe II. Ranges. Im Jahre 2008 zeichnete ihn Präsident Václav Klaus in memoriam mit dem Dienstgrad Brigade General aus.
Musikshow „Mit Rock Musik gegen Totalität“ — Kapelle SOON DAY TO + CURLIES + SNOW JOB + STICX
Vor Beginn des Konzertes ein musikalischer Videoclip zum Thema, kommentiert vom Moderator des Festivals Mene Tekel.
Es zelebriet Kapitular Dekan ThDr. Jiří Svoboda, JC.D., und Dušan Hejbal, Vorsitzender des Ökumenischen Krichenrates. Als Mitwirkende des Gottesdienstes Gesangchor ČVUT unter Leitung von Jan Steyer.
Mit dem Ökumenischen Gottesdienst ist das ofizielle Programm des VI. Jahrganges des Internationalen Festivals Mene Tekel 2012 beendet.
In der weiteren Woche vom 27. 2. — 2. 3. 2012 sind die Ausstellungsräume ab 10.00 bis 18.00 Uhr im Karolinum der Karls Universität, Rektorat UK, Ovocný trh 3-5, Praha 1, geöffnet — das Projekt „Wege zur Freiheit“ zugänglich für Schulen, für die breite Öffentlichkeit, mit der Möglichkeit Doku Filme des tschechischen Fernsehns zu wählen, verbunden mit weiteren Aktivitäten — Autogrammiaden, unformelles Treffen mit Zeitzeugen der Ausstellung, politischen Häftlingen und Aktivisten Mene Tekel u. ä.
Nach Beendigung der Ausstellung in Prag, präsentiert sich Mene Tekel traditionell im Laufe des Jahres in verschiedenen Gebieten der Republik.