Jan Řeřicha bearbeitet mit Studenten das dramatische Leben des Fliegers Royal Air Force – RAF

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Major (Brigade General in memoriam) Josef Bryks (geboren am 18. März 1916 in Laštany, verstorben am 12. August 1957 im Krankenhaus der Uranschächte Rovnost in Ostrov nad Ohří) war das siebente Kind von acht Geschwistern des Landwirtes František Bryks und seiner Ehefrau Anna. Nach dem Abitur an der Handelsakademie in Olomouc wurde er an der Militärschule für Kavallerie Offiziere in Košice angenommen — 1935, schließlich absolvierte er die Militärakademie in Hranice in Mähren. Als Leutnant diente er mit der besonderen Ausbildung als Flieger Beobachter, alsdann schulte er sich um und diente als Jagdflieger.

Während der Okupation half er Emigrationen tschechoslovakischer Flieger nach Polen zu organisieren, im Jahre 1940 ist er selbst ins Ausland geflüchtet. Erstmals diente er bei dem 310. tschechoslovakischen Jagdgeschwader RAF, im April 1941 ist er bei dem 242. Jagdgeschwader angetreten. Am 17. Juni 1941 wurde er in der Nähe von Lille abgeschossen, nach einem kurzen Versteck wurde er von Deutschen festgenommen. (seine Maschine Hawker Hurricane Mk.IIB) erreichten höchstwahrscheinlich die Schüsse von Adolf Galland, dem damaligen besten Jäger der Luftwaffe.

Nach der Festnahme verheimlichte Bryks seine wahre Identität und gab sich als Engländer aus, so kam er in das Gefangenenlager, von wo er einige Male flüchten wollte. Nach der nochmaligen Festnahme wurde er schwer gefoltert, im Jahre 1944 wurde seine wahre Identität verraten. Im Jahre 1945 wurde Bryks von den vereinten Heeren befreit, mehrere Kriegsverletzungen waren der Grund zu einigen Operationen.

Für seine tapferen Taten wurde Josef Bryks verdienterweise mit dem Orden des britischen Imperiums ausgezeichnet (Member of the Order of the British Empire, MBE). Außerdem erhielt er das Tschechoslovakische Kriegskreuz (nacheinander dreimal), die tschechoslovakische Madaille für Tapferkeit (zweimal), die tschechoslovakische Medaille für Verdienste I. Grades, Gedenk Medaille der tschechoslovakischen Auslandsarmee (mit dem Etikett F und VB), die britische 1939-1945 Star, Air Crew Europe Star, War Med.

Am 18. Juli 1945 heiratete er die Engländerin Gertrude Rose und fuhr mit ihr in die Tschechoslovakei. Weil er aus gesundheitlichen Gründen nicht zu den Fliegern zurückkehren konnte, wurde er zum Englisch Lehrer und unterrichtete Flug Theorie an der Fliegerschule in Olomouc. Die Briten drehten über sein dramatisches Leben den Film Ein Herz in Gefangenschaft.

Kurz nach dem Februar Putsch wurde er ausser Dienst gestellt, in böser Vorahnung schickte er seine Frau mit Tochter zurück nach England.

Am 2. Mai 1948 wurde Major Bryks festgenommen wegen Vorbereitungen zur Flucht über die Grenze. Das Militärgericht fand ihn unschuldig, vor dem Staatsgericht wurde Josef Bryks als schuldig verklagt und zu 10 Jahren schweren Kerkers in einem konstruierten Prozess verurteilt. Seine Frau protestierte schriftlich aus England an staatliche Organe und Vorgesetzte, auch an den Hauptorganisator aller Monsterprozesse und Säuberungen, dem General Sekretär des kommunistischen Hauptausschusses Rudolf Slanský, alles war umsonst.

Es folgte das Gefängnis in Bory, in Mladá Boleslav, in Opava, in Leopoldov und in Joachimsthal. Im Jahre 1950 stand Josef Bryks neuerdings vor Gericht wegen Revolten — und wahrscheinlich ausgedachter Beschuldigungen, er wurde zu weiteren zwanzig Jahren verurteilt. Im Gefängnis benahm er sich rebellisch, zum Protest hielt er Hungerstreiks, lehnte es ab dem täglichen Regime zu folgen. Schließlich wurde er in den Schacht Rovnost überwiesen, wo er in schweren Bedingungen neuerdings gesundheitliche Beschwerden hatte, wo sich seine Herzprobleme verschlechterten, ohne dass er ärztlich behandelt wurde, keine Medikamente hatte. Josef Bryks ist mit 41 Jahren an einem erweiterten Herzinfarkt verstorben, in der Nacht vom 11. zum 12. August 1957, sein Herz ist sozusagen zersprungen. 13 lange Jahre seines relativ kurzen Lebens, verbrachte er hinter Stacheldraht.

Seine Gebeine wurden der Familie nicht übergeben, die Urne wurde heimlich am Prager Friedhof Motol vergraben. Erst im Jahre 2009 wurde die genaue Stelle identifiziert. Nach dem Jahre 1989 wurde Josef Bryks teilweise rehabilitiert, im Jahre 1991 in memoriam zum Leutnant ernannt. In seinem Heimatort in Laštany wurde am 4. Juni 1994 eine Gedenktafel enthüllt. Das tschechische Fernsehn drehte über ihn einen Dokumentarfilm. Im Jahre 2004 erhielt er den Preis der Stadt Olomouc für Heldentum und Tapferkeit im 2. Weltkrieg — Persönlichkeit in memoriam. Am 28. Oktober 2006 wurde ihm der Orden des Weißen Löwen der Militärgruppe II.Klasse, verliehen. Im Jahre 2008 zeichnete ihn Präsident Václav Klaus in memoriam mit dem Dienstgrad Brigade General aus.

Die Ehefrau von Josef Bryks, Frau Trude Bryks, die selbst im Kriege als britische Angehörige des Frauen Hilfskorps der Fliegerkräfte arbeitete, war das ganze Leben an seiner Seite gestanden. In den 50. Jahren hatte sie sich um seine Entlassung aus dem Gefängnis bemüht, anschließend um seine Rehabilitation. Diese außergewöhnlich tapfere Frau, die Autorin des beachtenswerten Buches Hoffnung und Hoffnungslosigkeit verstarb in Washington am 28. April 2011 im Alter von 91 Jahren, ihre Gebeine sind im Grabe der Familie Bryks in Laštany beerdigt.

Redakce: MK